Walter-Tiemann-Preis 2014

Preisverleihung und Ausstellungseröffnung: 13.03.2014, 19 Uhr
14. bis 20. März 2014
Galerie der Hochschule für Grafik und Buchkunst
Wächterstraße 11, 04107 Leipzig

Öffnungszeiten:
werktags 15-18 Uhr
Samstag 12-20 Uhr

http://waltertiemannpreis.de
Hauptpreisträger:
Felix Salut, Deutschland

Förderpreisträger:
Manuel Raeder, Deutschland, und Mariana Castillo Deball, Brasilien
Robert Milne, Australien, und Sinisa Mackovic, USA

Der Walter-Tiemann-Preis 2014 wird am Donnerstag, den 13. März 2014, um 19 Uhr, an Felix Salut verliehen. Sein Werk “Shut up I`m counting” ist ein Buch, das ein Film ist. Der Berliner Designer Salut ist hier der Autor, Fotograf, Regisseur und Gestalter zugleich. Ihm gelingt eine sehr überzeugende Verknüpfung der Medien und er legt ein gelungenes Experiment des geduckten Filmes vor, der Elemente des Drehbuches in sich trägt, der Zeichensysteme nutzt, Pausen akzentuiert und mit bilddramaturgischen Mitteln Spannung aufbaut.
Einen Förderpreis erhalten der Designer Manuel Raeder aus Berlin und die Künstlerin Mariana Castillo Deball aus Brasilien. Gemeinsam gestalteten sie “Marginália 1″. Beeindruckend verbinden sich in diesem Buch visuelle Elemente brasilianischer Bildkultur der 1960er und 1970er Jahre mit einem sehr gegenwärtigen Designkonzept.
Ein weiterer Förderpreis geht an Robert Milne aus Australien und Sinisa Mackovic aus den USA. Sie gestalteten die Publikation “Matt Connors: A Bell is a Cup”.  Dabei handelt es sich um einen Katalog zur Malerei von Matt Connor.
Vier weitere Bücher, die bis zur letzten Runde ausgiebig diskutiert wurden, bilden die Shortlist des Walter-Tiemann-Preises 2014: Florian Lamms “Was wir können. Photomechanische Reproduktionstechniken von 1870 bis 1920″, Katharina Gaensslers “HD (Turm) DLC”, Mathias Christs “Where Vision Gets Built” sowie Johannes Markus Frerichs “Gulliver`s Travels”.

Mit der Verleihung des Walter-Tiemann-Preises wird zugleich die dazugehörige Ausstellung in der Galerie der Hochschule für Grafik und Buchkunst eröffnet. Die Ausstellung zeigt neben den Arbeiten der diesjährigen Preisträger und den Büchern der Shortlist die ausgezeichneten Werke des Wettbewerbes seit 1992 und gibt so einen bemerkenswerten Einblick in internationale Tendenzen der Buchkunst in den letzten zwei Jahrzehnten.

Der Walter-Tiemann-Preis wird seit 1992 im Zweijahresrhythmus verliehen und gehört inzwischen zu den innovativsten Typografiepreisen Europas. Er hat sich zu einer Auszeichnung emanzipiert, die als Qualitätssiegel gilt. In diesem Jahr gab es 117 Einreichungen aus 14 Ländern.

Die Jury des Walter-Tiemann-Preises bildeten in diesem Jahr Phil Baber, Aude Lehmann, Annette Stahmer, Olaf Nicolai und Daniel Grammlich. Sie entschieden über die Vergabe des mit 5.000 Euro dotierten Hauptpreises und der beiden mit je 1.500 Euro dotierten Förderpreise. Der Verein zur Förderung von Grafik und Buchkunst als Träger des Preises ist für die Einladung der Jury zur Wettbewerbsentscheidung zuständig. Die Jury bilden ausgewiesene Fachleute, denen jeweils auch der vorherige Preisträger angehört.
Der Walter-Tiemann-Preis wird für innovative typografische Gestaltungsideen vergeben. Er wird international ausgeschrieben und richtet sich an alle, die das Buch als zeitgenössisches Werk begreifen, in dem inhaltliche Konzepte in hervorragendem Grafikdesign umgesetzt werden, die gewählten Mittel sinnfällig zum Einsatz kommen und in dem man, trotz seiner langen Tradition, Überraschendes durch Gestaltung sichtbar machen kann.

Kuratorin: Julia Blume (HGB)

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